IVASO

Institut für Verbindungsarbeit und Sozialkompetenz

Sozialkompetenztrainings

Fast alle Sozialkompetenztrainings von IVASO erhalten ca. 90% Förderung über verschiedene Stiftungen

Missbräuchliche Verhaltensweisen sind für viele Kinder von einer hohen Ambivalenz geprägt. Keiner der Kinder und Jugendli­chen möchte selbst diese Grenz­über­schrei­tungen erle­ben, allerdings gelten sie als legiti­mes Mittel zur Konfliktlösung. Hinzu kommt, dass von Jugend­lichen die Fähigkeit, sich durchzusetzen und sich nichts ge­fallen zu las­sen, erwartet wird. Die Kinder leiden unter den ver­balen und nonverbalen Intrigen und erle­ben sie aber gleichzeitig als Ausdruck von Macht. Die Idole von Jugendli­chen propagieren Respektlo­sigkeiten als All­tagsphänomen und körperliche Übergriffe sind das be­herrschende Thema in den Medien. Kurz: Für viele Kin­der und Jugendliche gehören Macht­missbräuche einfach zum Leben dazu, gleichzeitig wird von Ihnen erwartet, Toleranz und Achtung zu zeigen.

Viele von ihnen stehen vor der Herausfor­derung, diese Am­bivalenzen zu meistern. In einer „sozial­kompetenten“ Pädagogik muss es dem­nach da­rum gehen, sie darin zu stärken, Wider­sprüche auszu­halten und mit Gelassenheit und Toleranz zu rea­gieren. Die Kinder sol­len sich mit den ne­gativen Konse­quenzen ihrer Machtkämpfe ausei­nander­setzen. Provo­ka­tionen und Respektlosigkeiten führen zur di­rekten Kon­frontation. Bagatellisie­rungsversu­che und Erklärun­gen „der andere sei selbst Schuld“ wer­den als Beitrag zur Es­kala­tion entlarvt. Ach­tung und Inte­resse bzw. soziale Kompetenz wird als souveräne Reak­tion vermit­telt. Die Jungen und Mädchen lernen durch ihre Trainer Vorbilder kennen, die die Grenzen wah­ren, auf Angstfreiheit hinar­beiten und dabei au­thentisch sind.

Beziehungs-, Werte- und Begegnungskultur


Methoden

  • Nonverbale Kommunikation (als Alternative) um, ruhig und von Auge zu Auge wahrzunehmen und zu kommunizieren
  • Rhythmische Kreisspiele mit dem Ziel Rhythmus und Konzentration zu stei­gern und für die Gruppe eine einfache funktionierende                Zusammenarbeit mit viel Ruhe erlebbar zu machen
  • Dialogische Etappen, in denen immer wieder grenzüberschreitendes Verhalten in jeglicher Form thematisiert wird und wertschätzend konfrontiert wird, so dass die Gruppe sich um eine neue achtvollere Begegnungskultur im Dialog bemühen muss
  • Übungen zur Steigerung der Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung und Zusammenarbeit
  • Achtsamkeits- und Entspannungsangebote als Methoden zur Steigerung des Wohlbefindens im Schulalltag, im eigenen Gruppenverband und zur Steige­rung der Resilienz
  • Aufklärung über arbeitsstörende und arbeitsfördernde Verhaltensweisen sowohl auf den Unterricht bezogen als auch auf der Beziehungsebene zu Mitschülern und Leh­rern

Wahrnehmungs-, Grenz- und Ichstärkung


Methoden
  • Verbale und nonverbale Übungen zunächst auf der körperlichen Ebene, um einen Rhythmus und Gleichklang der Gruppe zu ermöglichen
  • einfache psychologische Tools, die es den Kindern ermöglichen, schnell und effektiv zur Ruhe und Konzentration zu finden
  • Verschiedene Übungsreihen, um sich gegen körperliche Angriffe wie Faustangriffe und Fußtritte, Handumklammerungen zu wehren, ohne selber zu schlagen oder zu treten
  • Bei jeder Trainingseinheit werden Koordination, Beweglichkeit / Flexibiltät, Muskelaufbau und Schnelligkeit trainiert
  • Verschiedene gruppendynamische Übungen, um Rhythmus, Ruhe, Verbindung, Miteinander und Vertrauen erlebbar zu machen
  • Dialogische Etappen und Reflektionen mit den Schwerpunkten in der Wahrnehmung der eigenen Grenzen - und die der anderen - wie auch der eigenen Macht und Machtlosig­keit, Respekt, Fürsorge und Achtung der anderen
  • Es werden Interaktionsübungen angeboten, bei denen die Schüler lernen, auf ihre Körpersprache zu achten und Deeskalationsstrategien anzuwenden

Ziele: 


Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit, Erleben von angstfreiem Miteinander, Training von Reihenfolge,

Kulturentwicklung, Achtungssteigerung, Problemverständnis, Aufklärung, 
Sensibilisierung für grenzachtendes Verhalten, Verbindung durch Austausch 
Die Vermittlung eines wertschätzenden Umgangs in der Kommunikation und freien Mei­nungsäußerung, um 
das Bewusstsein der Lehrer und der Schüler für eine angstfreie Begeg­nungskultur zu sensibilisieren

DAUER:

Wöchentlich 90 oder 120 Minuten über ein ganzes Schulhalbjahr


ZIELGRUPPE:

Schulklassen an Regel- und Förderschulen der Primar- und  Sekun­darebene

Kindergruppen aus teil- oder vollstationären Jugendhilfeeinrichtungen